Wir waren im Mai in Hamburg unterwegs und machten eine Stadtrundfahrt. Dort erfuhren wir, dass der Hamburger Zoo in der Nähe sei. Es ist bei uns schon irgendwie Tradition geworden, dass wir den ortsansässigen Zoo besuchen, wenn wir in einer anderen Stadt sind, also fuhren wir sofort hin. Erst als wir fast da waren, wurde mir klar, dass es sich um den Zoo Hagenbeck handelt. Ich hatte das gar nicht mehr im Kopf, dass er in Hamburg ist, hatte aber schon so viel gehört oder in den Zoosendungen im TV gesehen.

Rechts neben dem Eingang zum eigentlichen Zoo steht ein Tropenaquarium. Man kann das Aquarium und den Zoo einzeln besuchen und zahlt für die Eintrittskarten jeweils 15€ als Erwachsener. Wir gingen zuerst in das Aquarium und waren überwältigt.
In den meisten Zoos hat man im Aquarienhaus einfach ein paar Süß- und Salzwasseraquarien, die in den Wänden eingelassen sind und evtl. mal ein paar große offene Becken.Zoo Hagenbeck Mata MataIm Tropenaquarium in Hagenbeck gibt es solche Becken zwar auch, jedoch gibt es darüber hinaus noch viel mehr. Als wir reinkamen standen wir in einer Art Tropenkuppel und vor uns saß eine Schar Lemuren. Den Weg entlang kann man immer wieder runter in klein Teiche schauen. Direkt in den ersten Teichen sahen wir eine große Fransenschildkröte, zwei Schlangenhalsschildkröten und einige Rotbauchspitzkopfschildkröten. An jedem Gehege gab es Ständer mit laminierten Steckbriefen zu den bewohnenden Arten.Zoo Hagenbeck Schilder

Nach der Tropenkuppel, in der auch einige sehr große Krokodile leben, liefen wir durch dunkle Gänge und kamen in das eigentliche Aquarium. In manchen Räumen, schaute man durch Bullaugen in riesige Becken, so als säße man in einem U-Boot. Ein Bereich wurde in eine Tropfsteinhöhle umfunktioniert, in der Fledermäuse lebten. In einer augenscheinlich offenen Ecke saß eine Spinne, die man mit einem Scheinwerfer suchen konnte. Schmale, unauffällige Wasserfälle an den Wänden und eine kleine Wasserrinne am Boden hindern die Spinne ihren Platz zu verlassen. Ameisenstraßen begleiten die Besucher meterweit durch die Flure in ihren Röhren. Ein Highlight war das Riesenbecken mit einer meterhohen und meterbreiten Glasfront. Von hier aus, konnte man das „U-Boot“ sehen, von welchem man aus vorher in das Becken schauen konnte.

Nach dem Tropenaquarium gingen wir in den eigentlichen Zoo. Die Gehege sind liebevoll gestaltet. Die Tiere haben mehr Platz als in vielen anderen Zoos, ohne in ihren Gehegen zu verschwinden.

Hier war mein Highlight natürlich das Gehege der „Riesenschildkröten“. Diese saßen aufgrund des schlechten Wetters in ihrem Schutzhause und dösten vor sich hin.Zoo Hagenbeck RiesenschildkroetenhausZoo Hagenbeck Riesenschildkroeten

Warum ihr Indoorteich leer war, weiß ich leider nicht.

Die Tour durch den Zoo war klasse. Ich habe einen Elefantenrüssel gestreichelt, war in einem Kühlraum mit Pinguinen, an einem Wellenbecken für Seevögel, habe Bären baum zauseln beobachtet, einen Tiger beim Posieren erwischt und schwergewichtige aber doch irgendwie filigrane Walrösser unter Wasser gesehen. Ich ärgere mich sehr, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte und auf mein Handy zurückgreifen musste.

Zoobesuch: Zoo Hagenbeck in Hamburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.