Der weiße Germer, auch Weiß- Germer oder Nieswurz genannt, enthält Steroidalkaloide (Protoveratrin, Veratramin und Germerin), Nervengifte. Alle Teile der Pflanze sind giftig. Am giftigsten ist dabei die Knolle. 1-2g dieser Wurzel reichen bei einem Erwachsenen schon für eine tödliche Vergiftung. Auch für Tiere ist der weiße Germer hoch giftig, wird jeodch zum Glück von vielen gemieden.

Der reine (Schleim-) Hautkontakt reicht schon aus, um Vergiftungserscheinungen hervorzurufen. Es kommt u.a. zu Magendarmbeschwerden, Niesen, Tränen- und Speichelfluss, Krämpfen, Lähmungen, Halluzinationen und ggfs. zum Kollaps. Ein möglicher Herzstillstand oder Atemlähmung bewirken nach wenigen Stunden den Tod. Eine anfängliche Taubheit der Schleimhäute breitet sich auf den ganzen Körper aus, da das Nervengift vor allem auf die Nervenenden einwirkt.

Der weiße Germer wird schnell mit dem gelben Enzian verwechselt. Man kann sie anhand der Blätter unterschieden. Die Blätter des weißen Germers sind wechselständig angeordnet, die des gelben Enzian sind gegenständig angeordnet. Der weiße Germer kann von 50cm bis hin zu 150cm hoch wachsen und besitzt von Juni bis August weiße bis gelbliche Rispen. Die Giftigkeit nimmt mit steigender Standorthöhe ab.

Foto: Annett Werner
Foto: Annett Werner

 

Quelle:
http://www.botanikus.de/
https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/01_Lebensmittel/stoffliste/stoffliste_pflanzen_pflanzenteile.pdf?__blob=publicationFile&v=5

Giftige Pflanzen: Weißer Germer (Veratrum album)

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