Der Hahnenfuß gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und wird häufig auch Butterblume genannt.

Alle Hahnenfuß- Arten sind (unterschiedlich stark) giftig und enthalten den Giftstoff Protoanemonin. Protoanemonin wird daher auch Ranunculol genannt. Der Giftstoff wird freigesetzt wenn Verletzungen an der Pflanze entstehen. Der Kontakt mit Haut oder Schleimhaut reicht aus, um eine Vergiftung auszulösen. Starke Hautreizungen und Blasenbildung (Hahnenfußdermatitis) sind die Folge. Der Verzehr verursacht Magen- Darmbeschwerden bis hin zu Krämpfen, Nierenentzündungen und Lähmungserscheinungen. Letzteres kann zum Atemstillstand führen. Der beißende Geschmack schreckt viele Tierarten vom Verzehr ab. Getrockneter Hahnenfuß verliert seine Giftigkeit, da das Protoanemonin zum ungiftigen Anemonin umgewandelt wird.
Der stark verbreitete kriechende Hahnenfuß ist erst in der Blüte schwach giftig und ist davor eine gern gesehene Futterpflanze. Der scharfe Hahnenfuß ist wiederum sehr giftig. Die Sumpfdotterblume und die Trollblume können tödliche Vergiftungen auslösen.
Das Mähen nützt als Bekämpfung leider gar nicht, da Hahnenfuß wieder neu treibt. Stattdessen ist es sogar riskant, da die neuen Triebe zwar den Giftstoff, jedoch noch nicht die abschreckenden Bitterstoffe besitzen und daher eher gefressen werden.

Foto: Annett Werner
Foto: Annett Werner

Quellen:
Thorsten Geier (2008): Fester Panzer – weiches Herz, 2. überarbeitete Auflage. S. 94. Biebertal: Kleintierverlag
Carolin Dennert (2008): Ernährung von Landschildkröten, 4. Auflage. S. 104. Münster: Natur und Tier – Verlag
Wolfgang Wegehaupt (2003): Die natürliche Haltung und Zucht der Griechischen Landschildkröten, 1. Auflage. S. 126. Tettnang: Wegehaupt  Verlag
http://www.botanikus.de

Giftige Pflanzen: Hahnenfuß (Ranunculus)

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