Es gibt diverse Knochenerkrankungen bei Schildkröten. Dazu zählen Rachitis, Osteomalazie, Osteoporose  und Osteodystrophia fibrosa.

Alle vier Erkrankungen betreffen das Skelett und die Struktur und Mineralisierung der Knochen. Jedoch sind die Ursachen, trotz mancher Ähnlichkeiten, unterschiedlich. Im Beitrag über Rachitis stehen allgemeine Informationen zur richtigen Ernährung, der Therapie und dem allgemeinen Aufbau von Knochen. Diese Informationen sind auch für die anderen Skeletterkrankungen relevant, jedoch wollen wir sie nicht immer wiederholen. Stattdessen bauen die Beiträge ein wenig auf einander auf und befassen sich jeweils mit den besonderen Eigenschaften einer Skeletterkrankung.

Die dritte Skeletterkrankung, die wir hier erläutern, ist die Osteoporose. Den Begriff Osteoporose kennt vielleicht so mancher aus der Humanmedizin. Vor allem der Begriff Knochenschwund ist sicher allen geläufig.

Diese Erkrankung ist oft Ursache einer langandauernden Futterverweigerung oder Unterversorgung und wird daher auch Hungerosteoporose genannt.

Die Symptome sind vor allem durch Röntgenaufnahmen zu erkennen. Der Panzer weist Löcher auf, die als dunkle Schatten wie in einem Schwamm zu sehen sind. Diese Löcher entstehen durch den Abbau der Knochensubstanz. Die Struktur des Knochens bleibt jedoch erhalten. Das abgebaute Knochengewebe kann darauf nicht mehr ersetzt werden. Stattdessen bildet sich in den Hohlräumen ein gallertartiges Ersatzgewebe. Der Panzer ist daher sehr brüchig, was äußerst gefährlich für die Schildkröte ist.

Auch hier können das falsche Verhältnis von Phophsor und Kalzium und UV- Mangel die Ursachen sein.
Quellen:
Carolin Dennert (2008): Ernährung von Landschildkröten, 4. Auflage. S. 95. Münster: Natur und Tier – Verlag

Skeletterkrankungen: Osteoporose (Knochenschwund)

4 Gedanken zu „Skeletterkrankungen: Osteoporose (Knochenschwund)

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