Eine weitere beliebte Schildkrötenpflanze ist die wilde Malve.
Die wilde Malve (oder Käsepappel) ist schon seit der Antike als Nutz- und Arzneipflanze bekannt und gehört zu den Malvengewächsen. Ursprünglich kommt sie aus Asien und Südeuropa, hat sich aber in ganz Europa angesiedelt.
Die krautige Heilpflanze eine Höhe zwischen 30 und 120cm. Sie blüht zwischen Mai und September in rosa bis violett und bildet noch bis Oktober ein üppiges Blattwerk, wenn andere Schildkrötenpflanzen schon dem kalten Wetter erliegen.

Malve
Die wilde Malve sät sich selbst aus und treibt oft noch im gleichen Jahr, spätestens im folgenden Frühjahr. Sie gedeiht auf trockenem, nähr- uns stickstoffreichem Boden an Wegrändern, Ödländern und in lichten Wäldern.

Den Namen Käsepappel hat sie ihren käselaibförmigen, schleimigen Früchten zu verdanken. Mit Pappeln hat sie nichts zu tun, stattdessen wurde aus ihren Früchten früher Kinderbrei (Papp) hergestellt.

Die wilde Malve kann optisch schnell mit dem Echten Eibisch und der Weg- Malve verwechselt werden, die ebenfalls zu den Malvengewächsen gehören.

Aus Sicht der Schildkröte: Besonders griechische Landschildkröten lieben die wilde Malve, Bechermalve und Stockrosen/ Stockmalven. Auf die Stockrosen (Alcea rosea) werden wir demnächst noch einzeln eingehen, da diese sich ebenfalls besonders gut als Schildkrötenpflanze eignen.

 

 

Quellen:
Thorsten Geier (2008): Fester Panzer – weiches Herz, 2. überarbeitete Auflage. S. 81. Biebertal: Kleintierverlag
Carolin Dennert (2008): Ernährung von Landschildkröten, 4. Auflage. S. 44. Münster: Natur und Tier – Verlag
Wolfgang Wegehaupt (2003): Die natürliche Haltung und Zucht der Griechischen Landschildkröten, 1. Auflage. S. 132. Tettnang: Wegehaupt  Verlag
MARGINATA Ausgabe 12

Schildkrötenpflanze: Wilde Malve (Malva sylvestris) Zarte Blüten in fröhlichen Farben
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