Die Sumpfschildkröten sind die einzigen Schildkröten, die in Deutschland heimisch sind. Nun sind auch sie stark bedroht und sind vielleicht schon bald nur noch in Aquaterrarien und Gartenteichen zu finden. Grund sind die immer intensivere landwirtschaftliche Nutzung der Natur, Klimawandel und die Tatsache, dass Sumpfschildkröten Jahre lang gejagt wurden.
Die Zuchtstation aus Brandenburg, versucht dem entgegenzuwirken und kämpft um den Erhalt.
In einer künstlich angelegten Sumpflandschaft in Linum leben zahlreiche Exemplare. Dazu mussten erst einmal wilde Sumpfschildkröten gefunden werden. Biologen wie Dr. Schneeweiß suchten in den 90er Jahre lange nach ihnen und fanden adulte Tiere, die bald schon zu alt für ein Zuchtprogramm gewesen wären. Man durfte also keine Zeit verlieren.
Bisher konnten 400 Jungtiere schlüpfen und ausgewildert werden. Wie viele davon überlebten ist unklar. Ein großer Feind stellt der Waschbär da, der zu Totalverlusten führen kann. Wegen ihm müssen Brutplätze umzäunt und bewacht werden.
Man schätzt, dass in freier Natur grade Mal 100 Exemplare leben. Schildkröten die in freier Wildbahn gesehen und gemeldet werden, erweisen sich oft als ausgesetzte Tiere. Ihre Besitzer wollten sie nicht mehr. Oft findet man unter ihnen Schmuckschildkröten, wie unseren Findling Morla, über den wir diese Woche noch berichtet haben.

Es gab sogar Diebe, die die letzten drei Weibchen aus der Zuchtstation stahlen. Zwei wurden zum Glück zurückgebracht. Ansonsten wäre das Programm hinfällig gewesen. Aber auch mit ihnen, sind die Biologen wenig optimistisch.

 

 

Quellen: http://www.svz.de/regionales/brandenburg/panorama_bb/die-letzten-ihrer-art-id6900606.html

 

Rettung heimischer Sumpfschildkröten

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