Rosen dürfen in vielen Gärten nicht fehlen, sodass es schnell zum Kontakt zwischen Blume und Schildkröte kommen kann. Bedenklich ist dies nicht. Zumindest wenn die Rosen unbehandelt sind. Sobald Pestizide gegen Läuse, Rost, Fungizide, Insektizide o.ä. ins Spiel kommen, sind die Pflanzen natürlich schädlich und dürfen auf keinen Fall erreichbar für die Schildkröten sein oder verfüttert werden. Auch umliegende Pflanzen sind dann ungeeignet, da die Chemikalien mit Sprühköpfen weit verbreitet  werden. Auch, das oft als Ersatz verwendete, natürliche Neemöl sollte nicht für Futterrosen verwendet werden. Die Natur bringt immernoch die stärksten Gifte zustande und Neemöl kann genauso belastend und giftig sein wie jedes andere Insektizid. Dies bedeutet, dass man wohl damit leben muss, dass die Rosen von Schädlingen befallen werden können, wenn man sie den Schildkröten, als Futterpflanze, zur Verfügung stellen will. Wichtig ist, dass die Beliebtheit der Rosenblätter von der Schildkröte abhängt. Manche lieben sie, andere beachten sie gar nicht. Zudem kann es passieren, dass unsere geruchssensiblen Freunde die eine Blüte fressen und die nächste nicht. Dann duftet sie nicht (gut) genug. Rosenblätter können sowohl firsch, als auch getrocknet verfüttert werden. Wer im Sommer also reichlich Blüten hat, kann einige davon für die Winterzeit trocknen und später verfüttern. Welche Rosenart man nimmt spielt keine Rolle. Nur kann es wie gesagt passieren, dass die eine lieber gefressen wird, als die andere.    Rose Schildkroete

 

Quellen:
Thorsten Geier (2008): Fester Panzer – weiches Herz, 2. überarbeitete Auflage. S. 87. Biebertal: Kleintierverlag
Wolfgang Wegehaupt (2003): Die natürliche Haltung und Zucht der Griechischen Landschildkröten, 1. Auflage. S. 132. Tettnang: Wegehaupt  Verlag

Futterpflanze: Rosenblätter – Das Marzipan der Schildkröten
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