Starke Sonne, Trockenheit, schlechter Boden – dieser Sukkulent ist ein Überlebenskünstler und zudem auch winterhart. Die Fetthenne beginnt, sobald es nicht mehr friert, an zu treiben und bewächst somit schon früh unsere Schildkrötengehege. Gegen Ende August blüht sie zudem, je nach Art in lila, rot oder anderen Tönen. Die Fetthenne speichert viel Wasser und hat daher sehr fleischige Blätter. Schildkröten fressen sie häufig ohne Sinn und Verstand, was sie zu einer beliebten Futterpflanze macht.

fetthenne

Jedoch muss man achtgeben, nicht zu viel zu verfüttern, da die Fetthenne einen hohen Oxalsäuregehalt hat, welcher für Schildkröten sehr schädlich sein kann. Oxalsäure bindet Kalzium, sodass dieses nicht mehr richtig verwertet werden kann. Zudem lagern sich Calziumoxalate in den Nieren ab. So können Nierensteine entstehen.
Die Fetthenne lässt sich durch die Teilung der Polster ganz leicht vermehren und umtopfen. So kann man auch vermeiden, dass sie zu groß wird und das halbe Schildkrötengehege überwuchert. Wenn die Fetthenne erst angefangen hat zu treiben, sollte man die Schildkröten noch nicht auf sie loslassen, da sie sonst keine Chance hat zu gedeihen. Lösungen wären entweder, die Schröten erst später dazuzusetzen oder die Pflanzen in Kübel zu setzen. So werden nur herunterragende Zweige gefressen. Fetthennen, die schon einige Jahre alt und größer sind, haben bessere Chance zu überleben, da sie großflächiger treiben.

Ich teste momentan eine Fetthennenzucht in Balkonpflanzkästen, da ich für den Notfall auch gerne zuhause Futterpflanzen haben möchte und sie optisch sehr interessant finde.

 

Quellen:
Thorsten Geier (2008): Fester Panzer – weiches Herz, 2. überarbeitete Auflage. S. 86. Biebertal: Kleintierverlag
Wolfgang Wegehaupt (2003): Die natürliche Haltung und Zucht der Griechischen Landschildkröten, 1. Auflage. S. 103. Tettnang: Wegehaupt  Verlag
MARGINATA Ausgabe 8

Futterpflanze: Fette Henne/ Fetthenne (sedum spectabile)
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